
Daraufhin kaufte man in der Dieburger Straße 79 einen Bauplatz und baute 1927 eine zweite Filiale. Lagerleiter dort wurde ein Genosse namens Kurt Obermeder aus Sprendlingen. In dieser Zeit verlegte der Konsumverein Sprendlingen seinen Sitz nach Frankfurt/Main. Bis dahin war der Konsum eine echte Genossenschaft. Des öfteren hatten die örtlichen Konsumgenossenschaften Delegierte zu Versammlungen zu entsenden und dort ein echtes Mitspracherecht. Aber schon Ende der zwanziger Jahre wandelte sich der Konsum in ein von Direktoren geleitetes Unternehmen. 1933 wurde er wie alle Arbeiterorganisationen aufgelöst, das Vermögen von den Nazis beschlagnahmt. Nach 1945 wurde erneut versucht, den Konsum unter dem Namen „Co op" zu begründen. Neben der katholischen Kirche wurde ein Haus gekauft und 1965 neu gebaut. Die Konsumgenossenschaft konnte aber angesichts der Entwicklung zu Supermärkten und Discountläden ihr örtliches Filialsystem nicht aufrecht erhalten. Der örtliche Konsum musste geschlossen werden. Die Genossenschaftsmitglieder bekamen ihre Geschäftsanteile zurückgezahlt.